EIT.thurgau
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Generalversammlung vom 26. März 2026

Vor 36 Stimmberechtigten und etlichen Gästen zog EIT.thurgau-Präsident Sandro Cangina am Donnerstagnachmittag in der Güttinger «Seemöwe» eine positive Bilanz übers Verbandsjahr 2025. Im Jahresbericht hielt Cangina fest, dass das wirtschaftliche Umfeld in der Bauwirtschaft «insgesamt stabil» sei. Während im Bauhauptgewerbe sich die Bautätigkeit Ende 2025 «eher verhalten» präsentierte, habe das Ausbaugewerbe eine «robustere Entwicklung» hingelegt. «Getragen von Sanierungs-, Unterhalts- und Energieeffizienzprojekten blieb die Nachfrage auf solidem Niveau, was zu mehrheitlich gut gefüllten Auftragsbüchern führte», hielt Sandro Cangina fest. Nach wie vor ein Thema ist der vorherrschende Fachkräftemangel. Hier empfahl der Verbandspräsident den Mitgliedern, nicht die Faust im Sack zu machen, sondern den vorhandenen Mitarbeitenden so gut zu schauen, dass sie weiterhin gerne für den Betrieb arbeiteten. 

Vision: «Bessere Lernende in der ganzen Schweiz»
Ein weiterer Fokus lag im Jahr 2025 beim EIT.thurgau auch auf der Forcierung des Elektrokompasses des EIT.thurgau. Sandro Cangina betonte, dass schon mit dem Basis-Modul, das einen Eignungscheck für die Schnupperlehre, eine Lehrvorbereitung Mathematik und einen Niveau-Check umfasst, sehr viel für die Lernenden, die Ausbildungsbetreibe und die Berufsschule gewonnen werden könne. «Mein Ziel ist es, dass mit dieser Plattform die Lernenden besser auf die Berufsschule vorbereitet sind, so dass es weniger Umteilungen und Abbrüche während der Lehre gibt», so Sandro Cangina. Geht es nach Cangina, so soll der Elektrokompass kein exklusives Tool für den Thurgau bleiben. «Meine Vision ist, dass möglichst viele Verbände mitmachen, um bessere Lernende in der ganzen Schweiz zu haben. Im besten Fall würde EIT.swiss den Elektrokompass verpflichtend einführen», so der Präsident des EIT.thurgau. 

Tschann folgt auf Sutter
Teurer werden ab nächstem Schuljahr für die Firmen die überbetrieblichen Kurse (üK) für ihre Lernenden. Die EIT.thurgau-Mitglieder stimmten einer Beitragserhöhung von 130 auf 160 Franken, mit dem Ziel die Verluste der Elektrofachschule EIT.thurgau zu reduzieren, zu. Die Verluste waren unter anderem darauf zurückzuführen, dass sich die Elektrofachschule an den Kosten für die Umsetzung des nationalen üK-Lehrmittels beteiligte, um zu einem späteren Zeitpunkt von den Inhalten zu profitieren und die Ausbildung an den üK schweizweit zu vereinheitlichen. 

Einen Wechsel gab es auch im Vorstand des EIT.thurgau. Für Roland Sutter, welcher nach 20 Jahren zurücktrat, und von der Versammlung für seine Verdienste um die Elektrobranche einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt wurde, wurde neu Walter Tschann, in den Vorstand gewählt.

Text und Bilder: Christof Lampart